HomeBlogAllgemeinIm Fluss mit dem Leben – was mich das Wildwasserkajakfahren über Führung lehrt

Im Fluss mit dem Leben – was mich das Wildwasserkajakfahren über Führung lehrt

Wenn ich im Kajak sitze, bin ich ganz im Moment.
Dann zählen keine To-do-Listen, keine Strategien und keine perfekten Pläne.

Dann zählt nur das, was gerade da ist: die Strömung, das Wasser,

die nächste Kurve, meine Aufmerksamkeit.
Über die Jahre habe ich auf dem Wasser vieles gelernt.

Über mich selbst, über das Leben und auch über Führung.
Eine Erfahrung begleitet mich dabei immer wieder:
Je mehr ich versuche, gegen die Strömung anzukämpfen, desto anstrengender wird es.
Das bedeutet nicht, sich treiben zu lassen. Ganz im Gegenteil.

Es braucht Klarheit, Präsenz und Entscheidungen.

Aber es macht einen Unterschied, ob ich gegen etwas arbeite oder mit dem, was gerade ist.

Auf dem Wasser kann ich die Bedingungen nicht verändern.

Ich kann nicht bestimmen, wie viel Wasser der Fluss führt.

Ich kann keine Welle wegdiskutieren und keinen Felsen verschieben.
Ich kann lernen, die Situation wahrzunehmen,

ihr mit Respekt zu begegnen und meinen Weg darin zu finden.

Wie oft ist das im Führungsalltag ähnlich?
Veränderungen kommen. Menschen reagieren unterschiedlich.

Nicht alles läuft nach Plan. Nicht jede Entscheidung führt sofort zum gewünschten Ergebnis.
Und manchmal kostet uns genau der Versuch, alles kontrollieren zu wollen, die meiste Energie.
Was mir das Wildwasserkajakfahren immer wieder zeigt: Vertrauen entsteht nicht durch Kontrolle.
Vertrauen entsteht, wenn ich präsent bin. Wenn ich den Blick nach vorne richte.

Wenn ich mich auf meine Fähigkeiten verlasse und gleichzeitig akzeptiere,

dass ich nicht alles beeinflussen kann.
Für mich hat Führung viel damit zu tun.
Nicht jede Antwort zu kennen.
Nicht jeden Schritt vorzugeben.
Nicht jede Unsicherheit beseitigen zu müssen.
Sondern Orientierung zu geben, auch wenn der Weg

noch nicht vollständig sichtbar ist.
Der Fluss erinnert mich daran, dass Entwicklung selten geradlinig verläuft.

Es gibt ruhige Passagen und turbulente Abschnitte.

Momente, in denen alles leicht erscheint, und solche, in denen wir gefordert sind.
Beides gehört dazu.
Vielleicht bedeutet „im Fluss mit dem Leben sein“ für mich genau das:
Mich auf das einzulassen, was kommt, ohne die eigene Richtung zu verlieren.
Und Menschen so zu führen, dass sie ihren eigenen Weg durch die

Strömungen des Lebens und der Arbeit finden können.
Für mich stellt sich daher die Frage:
Wo lernen wir unsere wichtigsten Lektionen über Führung – im Seminarraum

oder eher an den Orten, an denen unser Leben uns herausfordert?

Kunden lesen mein Buch

Wenn ich ein Buch in den Händen habe, verschlinge ich es regelrecht in kürzester Zeit, überfliege es oft. Bei diesem war es anders. Ich hab verhältnismäßig lange gebraucht, um es zu Ende zu lesen. Einfach deshalb, weil ich viele Sätze 2 bis 3 mal durchgelesen habe, um es auf mich wirken zu lassen. Daniela schafft es durch ihre ehrliche und authentische Schreibweise, das Erzählen ihrer eigenen Geschichte (ohne dabei die Schattenseiten auszulassen) sehr schnell eine Verbindung zum Leser aufzubauen.
Mittlerweile war ich 2 mal mit Daniela auf der Altmühl und bin jedes mal mit neuem Input und sehr gelöst heimgefahren.
Sie ermutigt jeden, mehr Achtsamkeit und „Herzehrlichkeit“ in das eigene Leben zu lassen.
Ich werde sicherlich noch öfter die einzelnen Kapitel des Buches lesen.

Sarrazin Coaching
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