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Was ich beim Wildwasserkajakfahren lernen durfte

Welches Boot passt zu mir?

Welche Menschen und welche Umgebung sind noch besser geeignet, 

damit ich in mein ganz persönliches Potenzial

hineinwachsen kann?

Letzte Woche habe ich mir diese Frage innerlich gestellt.

Weshalb? Am vergangenen Wochenende hatte ich die Möglichkeit, 

zwei Tage lang Einzelcoaching auf dem Wasser zu genießen.

Und das war wirklich nicht ohne. Mein Trainer, der über viel Erfahrung

 im Kajak-, Kanu- und Kanadierfahren verfügt, 

wollte mir das Fahren mit dem Wildwasserkajak näher erläutern.

Ja, ihr habt richtig gelesen: Wildwasser fahren auf 

dem „langsamst fließenden Fluss“ Deutschlands.

Mein Kanu-Guide-Ausbilder gab diesen Impuls, 

und ich freue mich, dass ich diese

Idee weiterverfolgt habe.

Wer, so wie ich, mit Leidenschaft gern im Wanderkajak unterwegs ist,

 sieht sich allein beim 

Fahren des kleinen Wildwasserkajaks bereits einer neuen 

Herausforderung gegenüber.

Und die Spritzdecke, die mich unweigerlich noch intensiver mit 

dem kleinen Wassergefährt verbunden hat,

 ist noch viel mehr. Mein Kajak hat mir sofort und ohne Umschweife 

meine „Fahrfehler und Ängste“ vor Augen geführt. So habe ich 

beim Einstieg in mein 

ungewohntes Wasserfahrzeug in Solnhofen gleich meinen 

Spaß gehabt und bis zur Hammermühle 

nicht wiedergefunden. Weshalb? So lange ich mich erinnern kann, 

bewege ich mich beim Schwimmen und Paddeln 

eher durch meine Körperkraft als durch Technik.

Kraft kann dir im Wildwasser schwinden, aber die Technik bleibt dann.

Bereits in der ersten Minute beim Paddeln 

des Wildwasserkajaks wurde mir das verdeutlicht.

Deshalb kann ich offen und ehrlich zusammenfassen, dass ich zwei 

Tage gegen mich selbst gefahren bin.

Gegen meine Furcht vor dem Kajak und die zunehmende Gereiztheit, 

dass ich ohne Technik nicht vorankomme. Je mehr Mühe ich mir gab, 

desto lebhafter drehte sich das Kajak im Kreis.

Mein Ego wurde immer dominanter in mir, und

 irgendwann kam es mir vor, als hätte ich noch nie in einem Kajak gesessen.

Ich war zu frustriert über meine erste Sequenz mit dem Wildwasserkajak.

Nicht auszudenken, 

wie es mir ergangen wäre, wenn der Fluss nur einen Hauch mehr 

Aktivität präsentiert hätte.

Als ich an der Hammermühle angekommen war, fühlte ich mich 

mental erschöpft.

 Mein Trainer sagte daraufhin ganz entspannt: „Schau, Dani, so fühlen 

sich deine Klienten, wenn du mit ihnen auf dem Fluss unterwegs bist

 und an ihren Themen arbeitest.“

Meine geliebte Altmühl hat mir an diesem Tag die folgenden 

Lernerfahrungen beschert:

• Wenn ich mich entspanne und loslasse, kann ich „im Hier und Jetzt“ ins Gefühl 

kommen und mich dem Fluss hingeben.

• Beim Wildwasserkajakfahren braucht man „Vertrauen in mich, in den 

Fluss und in das Boot“. Es braucht die Einheit.

• Ein Wildwasserkajak bietet mir „persönlich“ nicht die Sicherheit, die mein 

Nervensystem benötigt, um den Fluss spüren zu können.

• Da ich viel Zeit in und auf der Altmühl verbracht habe, konnte ich lernen,

aus einem Wildwasserkajak

mit Spritzdecke auszusteigen, ohne zu ertrinken.

• Wer im Wildwasserkajak fährt, sollte beim Umkippen gelassen bleiben,

da es in der Ruhe leichter fällt, aus dem Boot zu steigen

.• Wir erhalten nicht immer das, was wir reserviert haben,

sondern genau das, was wir brauchen, um zu wachsen.

• Die Altmühl macht mir immer wieder bewusst, an welchem

Punkt ich im Leben gerade stehe und welche Schattenthemen

derzeit betrachtet werden wollen.

• Es ist kein Misserfolg, zu erkennen, dass nicht jedes Boot für mich geeignet ist.

• Es ist nicht mehr notwendig, dass ich jemandem beweise,

dass ich etwas verkrampft weiterverfolge, das nicht für mich bestimmt ist.

• Die Wasserrettung kann regelmäßig trainiert und verbessert werden.

Denn wer sich auf dem Wasser bewegt, muss sich rasch

auf Situationen einstellen können, die immer wieder neu entstehen.

• Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur gute Neoprenkleidung.

• Nicht jede Erfahrung ist positiv. Auf dem Wasser ist es einfacher, 

einem Neuling etwas beizubringen, als einen erfahrenen 

Sportler zu einer anderen körperlichen Handlung zu bewegen.

Es geht nicht um einen Perspektivwechsel, sondern um den intuitiven, 

anderen Paddelschlag.

• Für das Fahren von Wildwasserkajaks ist es nötig, 

den eigenen Körper zu beherrschen. 

• Dort, wo die physische Stärke aufhört, wird die Technik wichtig.

Für ein Wildwasserkajak ist das passende Gewässer Voraussetzung für Vergnügen.

Aber die Person im Boot muss auch Freude an diesem Gewässer haben.

Meine Wanderkajaks und ich fühlen uns gut an der Altmühl.

Daher werde ich mich gelegentlich beim Tubing, 

Canyoning oder Rafting ins Wildwasser wagen, 

aber keine weitere Ausbildung im Wildwasserkajakfahren anstreben.

Kunden lesen mein Buch

Wenn ich ein Buch in den Händen habe, verschlinge ich es regelrecht in kürzester Zeit, überfliege es oft. Bei diesem war es anders. Ich hab verhältnismäßig lange gebraucht, um es zu Ende zu lesen. Einfach deshalb, weil ich viele Sätze 2 bis 3 mal durchgelesen habe, um es auf mich wirken zu lassen. Daniela schafft es durch ihre ehrliche und authentische Schreibweise, das Erzählen ihrer eigenen Geschichte (ohne dabei die Schattenseiten auszulassen) sehr schnell eine Verbindung zum Leser aufzubauen.
Mittlerweile war ich 2 mal mit Daniela auf der Altmühl und bin jedes mal mit neuem Input und sehr gelöst heimgefahren.
Sie ermutigt jeden, mehr Achtsamkeit und „Herzehrlichkeit“ in das eigene Leben zu lassen.
Ich werde sicherlich noch öfter die einzelnen Kapitel des Buches lesen.

Sarrazin Coaching
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