HomeBlogAllgemeinDessert des Lebens- die Liebe jenseits von Suche und Mangel

Dessert des Lebens- die Liebe jenseits von Suche und Mangel

Ich frage mich wirklich, wie ich in dieses Kapitel einsteigen soll, liegt es doch in der Zukunft. Oder doch nicht?

Wenn ich heute auf mein Leben zurückblicke, dann sehe ich viel Neugier, Umtriebigkeit und Schmerz.

Ein gelebtes Leben voller Suche und stetigem Wachstum. Ein Leben, welches nicht geplant und dennoch so genau richtig für mich war.

Ein Leben, das lange vom Überleben und Funktionieren geprägt war.

Wir können unser Leben nur vorwärts leben und rückwärts verstehen. Und so bin ich dankbar, dass mich mein Leben bis hier hingeführt hat.

Ich sitze heute an Lisas Tisch in ihrem Zuhause in Ingolstadt. An diesem Tisch hat schon so viel Leben und Überleben stattgefunden.

Ein Hauch davon liegt auch heute noch in der Luft.

In den letzten Tagen der Schreibwerkstatt, zu der wir uns hier zusammengefunden haben, sind viele Geschichten und Erzählungen entstanden.

So auch die zehn Kapitel meines Lebens, aus denen meine Mitstreiter eines auswählen durften, über das sie etwas mehr erfahren wollten.

Und so wählten sie ausgerechnet das letzte Kapitel meines Lebens, sodass ich nun über meine Zukunft und nicht über die Vergangenheit und Gegenwart schreiben werde.

Doch wie schreibe ich heute das letzte Kapitel meines Lebens, wenn wir uns aktuell in einem nie dagewesenen Wandel in der Welt befinden?

Keine meiner alten Strategien wird für die Zukunft greifen, auf nichts, was mir einst Sicherheit gab, kann ich mich zukünftig verlassen.

Renate würde jetzt sagen: Beleuchte das Wort „ver-lassen“ und überlege, was du stattdessen möchtest. Welches Wort und welche Energie liegen darunter?

Das „Ver“ von „verlassen“ deutet auf eine Vermeidung hin und steht für „lassen“, womöglich die Aussage: Lasse es zu und schaue, was kommt.

Dabei kommt mir der Leitspruch der Benediktiner in den Sinn, der da lautet: „Nimm es an und lasse es zu.“

Und: „Übe dich in Akzeptanz und Annahme dessen, was da ist und sich nicht ändern lässt.“

In mir erscheinen Dankbarkeit und Angst gleichzeitig. Mein Dessert des Lebens – was bedeutet das für mich?

Wie fühlt es sich an? Wie zeigt es sich? Und mit wem teile ich es? Wo werde ich da sein? Fragen über Fragen, die unweigerlich in mir auftauchen.

Wie wird mein Dessert schmecken, aussehen, riechen, sich anfühlen oder anhören? Wie wird es sein?

In mir taucht die Antwort auf: Wie möchte ich es denn haben? Und was bin ich bereit, dafür zu tun?

Ich schließe meine Augen und stelle mir mein Dessert des Lebens vor. Ich erinnere mich an meinen Nachruf, welchen ich heute ebenfalls schreiben durfte, und tauche ein.

Ich sehe mich in einem kleinen Holzhaus mit ca. 70 Quadratmetern Wohnraum. Liebevoll eingerichtete Räume mit einem Holzofen im Zentrum des Hauses.

Das Haus ist warm, gemütlich und schafft Raum für Begegnungen. Menschen sind herzlich willkommen, allerdings nur all jene, die diesen beschützten Raum zu schätzen wissen.

Das Haus lässt sich auch mit wenig Einkommen bewirtschaften und ist damit ein festes, sicheres Zuhause, zu dem ich immer wieder zurückkehren kann.

Ein Wohnmobil steht neben dem kleinen Refugium und lädt zum Reisen ein. Ein Geschmack von geistiger und körperlicher Freiheit liegt in der Luft.

Ich fühle mich angekommen und sicher. Nicht, weil die Umstände in der Welt sich verändert haben, sondern weil ich durch mein Bewusstsein die Gestalterin

meiner inneren und äußeren Welt bin. Ich brauche weder mir noch anderen Menschen etwas zu beweisen, und es gibt nichts zu tun, sondern nur zu sein.

Durch mein Sein kann ich Brücken im Miteinander bauen, Frieden im Innen und Außen stiften und weiterhin wirken, ohne es aus monetären Motiven heraus zu müssen.

Ich bin finanziell unabhängig und kann mich in den Dienst für andere Menschen stellen, muss es aber nicht.

Diese Tatsache erlaubt mir, meine Liebe und Klarheit in die Welt zu bringen und anderen zuzuhören, ohne zu bewerten oder zu urteilen.

Ich bin angekommen in mir, und damit können auch andere in meiner Gegenwart ankommen.

Ich bin frei und habe mein Leben lang die Verantwortung für mich, meine Verletzungen, Anhaftungen, Verstrickungen, Traumata und durchgereichten Familienthemen übernommen.

Menschen konnten auf meinem Weg mit mir reisen, wachsen und heilen, und viele von ihnen befinden sich immer noch in meinem Leben.

Es ist ein tiefes, erwachsenes, erfülltes Leben voller Höhen und Tiefen, auf das ich zurückblicken kann. Und es war „genauso“ gut.

Ich danke allen, die ein Teil dieses gelebten Lebens waren und die mich als die Person sehen konnten und können, die ich wirklich bin.

Wie schön. Mein Leben findet nach wie vor draußen statt. Ich bin fit, ernähre mich gut und fühle mich dankbar und tief geliebt.

Ich sehe mich mit einem Partner, der diese Zufriedenheit mit mir teilt und ebenso seine Aufgaben im Leben angenommen hat.

Ich sehe eine tiefe, liebevolle Verbindung voller Freiheit für die eigene Entwicklung. Wachstum und Neugier sind und waren immer der Motor meines Lebens.

Sie werden es auch im Alter noch sein.

Ich mag es, in meinem kleinen Refugium sowie im Wohnmobil zu schreiben und Menschen dabei zu begleiten, sich aus ihren Verwicklungen zu befreien.

Im Laufe der Jahre durfte ich bereits einige Bücher schreiben und passende Booklets dazu erstellen, sodass ich mir eine Expertise als Business-Keltin erarbeiten konnte.

In mir stellt sich nicht mehr die Frage, ob Spiritualität und Business zusammenpassen, sondern sie gehören für mich zum „Menschsein“ dazu.

In einer Zeit, in der sich die Weltordnung verändert und Europa an Bedeutung verloren hat, hat sich viel unerlöstes Trauma in Deutschland und der Welt gezeigt.

Nicht, weil es plötzlich entstanden ist, sondern weil Bewusstsein erst entsteht und Wachstum stattfindet, wenn genau diese Dinge in uns angeschaut werden.

Meine Aufgabe war es in den letzten Jahren, genau hier zu wirken: als Leuchtturm, als Feuermacherin für Begegnungsfeuer, als Brückenbauerin zwischen den

Unbewussten und den Bewussten – aber nur dort, wo dies auch wirklich gewollt wurde.

Ich habe gut für mich gesorgt in den letzten Jahren und mich in Selbstliebe geübt. Ich konnte gut bei mir bleiben und damit auch bei anderen.

Das war mein Wunsch: Wirken zu können, wo Wirken gewünscht wurde. Sehen zu können, was wirklich da ist, und nicht das, was ich durch meinen Wahrnehmungsfilter sehe.

Lieben zu können, wo meine Liebe erwidert wird. Freilassen, wo Wachstum im Miteinander behindert wird.

Ein gemeinsames Leben, das als Geschenk und nicht als Bürde erlebt wird. Ein „Ja“ zum Menschen und nicht zu dem, was dieser „vermeintlich“ darstellt.

Ein „Ja“ aus dem Herzen heraus.

Mein Dessert des Lebens schmeckt nach purer Liebe. Es ist die Liebe zu mir selbst, zu den Menschen, zu meinem Partner.

Es ist die reifste und erfüllteste Form der Versöhnung des Weiblichen und Männlichen in mir und im Weiblichen und Männlichen in meinem Gegenüber.

Es ist nicht beliebig austauschbar und inflationär. Es ist die reinste Form der Begegnung mit mir und meinem Partner.

Mein Partner ist nur der Spiegel meiner unerlösten Themen. All jenes, was ich an ihm Wundervolles entdecke, finde ich auch in mir.

All jenes, was ich in ihm ablehne, finde ich in mir. Finde ich Frieden in mir, so finde ich diesen Frieden auch im Miteinander.

Am Ende meines Lebens hinterlasse ich durch mein Wirken als Business-Keltin und mit meinem „Altmühlprinzip“ einen inneren Reiseführer,

der folgende Reiserouten aufzeigt:

„Vom Überleben zum Leben.“
„Vom Objekt zum Subjekt.“
„Vom inneren Frieden zum äußeren Frieden.“
„Vom verletzten Menschen, der Menschen verletzt, zum Menschen, der so tief liebt, dass sich die Angst in die Liebe verliebt.“

In mir ist Frieden und Liebe, wenn ich diese irdische Welt verlasse. Das ist es, was für mich mein „Dessert des Lebens“ mit allen Sinnen beschreibt.

Danke, Leben, dass du stets für mich warst. Und dass ich dies erkennen durfte.

Und ich erkenne auch: Es waren die Tränen, die Verletzungen und die gescheiterten Beziehungen, die mich genau hierhergeführt haben.

Sie haben mich geformt, mich wachsen lassen und mich gelehrt, Verantwortung für mich selbst zu übernehmen – und dadurch überhaupt erst

den Geschmack meines „Desserts des Lebens“ möglich gemacht.

 

Kunden lesen mein Buch

Wenn ich ein Buch in den Händen habe, verschlinge ich es regelrecht in kürzester Zeit, überfliege es oft. Bei diesem war es anders. Ich hab verhältnismäßig lange gebraucht, um es zu Ende zu lesen. Einfach deshalb, weil ich viele Sätze 2 bis 3 mal durchgelesen habe, um es auf mich wirken zu lassen. Daniela schafft es durch ihre ehrliche und authentische Schreibweise, das Erzählen ihrer eigenen Geschichte (ohne dabei die Schattenseiten auszulassen) sehr schnell eine Verbindung zum Leser aufzubauen.
Mittlerweile war ich 2 mal mit Daniela auf der Altmühl und bin jedes mal mit neuem Input und sehr gelöst heimgefahren.
Sie ermutigt jeden, mehr Achtsamkeit und „Herzehrlichkeit“ in das eigene Leben zu lassen.
Ich werde sicherlich noch öfter die einzelnen Kapitel des Buches lesen.

Sarrazin Coaching
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