Ich beobachte schon seit längerem, dass psychische Belastungen und psychische Erkrankungen in den letzten Jahren stetig zunehmen. Warum? Unsere Körper und unser Nervensystem sind evolutionär nicht für ein dauerhaft hohes Tempo, ständige Reizüberflutung und permanente Erreichbarkeit entwickelt.
👉 Dauerstress überfordert das Nervensystem
Unser Stresssystem ist für kurze Belastungen gedacht (Gefahr → reagieren → erholen). Doch was wir heute erleben, ist chronischer Stress in Form von Arbeit, soziale Medien, Informationsflut und Leistungsdruck. Das Stresssystem bleibt aktiv — Erholung fehlt.
Folgen daraus können sein:
- Erschöpfung
- Schlafprobleme
- Reizbarkeit
- Konzentrationsstörungen
- Angst- oder depressive Symptome
👉 Tempo vs. Biologie
Biologisch brauchen wir Rhythmen: Aktivität und Regeneration. Wenn Pausen fehlen, reagiert der Körper irgendwann mit Warnsignalen — oft psychisch, aber mit körperlichen Begleiterscheinungen:
- Muskelverspannung
- Herzrasen
- Verdauungsprobleme
- chronische Müdigkeit
- Kiefernprobleme
Wir können daher sagen: Die Psyche meldet, wenn das System dauerhaft überzogen wird.
👉 Mehr Diagnosen heißt nicht nur „mehr Krankheit“ sondern:
ein Teil der Zunahme kommt auch daher, dass:
- psychische Gesundheit weniger tabuisiert ist
- Menschen eher Hilfe suchen
- Diagnosen präziser gestellt werden
Das ist grundsätzlich positiv — zeigt aber auch, wie groß der Bedarf ist.
Vereinfacht gesagt….
Moderne Lebensgeschwindigkeit + Dauerstress – ausreichende Regeneration = Überforderung von Körper und Psyche
Die gute Nachricht: Das Nervensystem ist anpassungsfähig. Kleine, regelmäßige Gegenpole helfen enorm:
✅ echte Pausen ohne Bildschirm
✅ Bewegung
✅ Schlafrhythmus stabilisieren
✅ soziale Nähe
✅ bewusste Entschleunigung
✅ Grenzen setzen
Das ist ein sehr spannender — und aktueller — Gedanke: Unsere Psyche und unser Körper sind kein getrenntes System, sondern reagieren gemeinsam auf eine Welt, die sich schneller verändert als je zuvor. Wir können uns das wie ein biologisches System vorstellen, das versucht, mit sozialen und technologischen Umwälzungen Schritt zu halten.
Psychische Belastung ist immer auch körperlich. Gedanken, Gefühle und Umweltreize laufen über dasselbe Nervensystem.
Wenn die Welt als zu schnell, unsicher oder überfordernd erlebt wird, dann passiert folgendes:
→ Stresshormone steigen
→ Herz & Muskeln spannen sich an
→ Aufmerksamkeit wird enger
→ Regeneration wird heruntergefahren
Kurzfristig ist dies sinnvoll. Dauerhaft führt das zu:
- Erschöpfung
- Schlafstörungen
- Angstgefühlen
Die Psyche ist hier nicht „separat krank“ — sie zeigt, dass das Gesamtsystem überlastet ist.
Unsere Umwelt hat sich schneller verändert als unser biologischer Körper. Das zeigt sich besonders durch:
- permanente digitale Reize
- soziale Vergleichsdynamik
- Arbeitsverdichtung
- Unsicherheiten & globale Krisen
- ständige Erreichbarkeit
Das Nervensystem interpretiert viele dieser Reize wie dauerhafte Alarmzustände — obwohl keine unmittelbare physische Gefahr besteht.
Das Ergebnis ist oft:
„Ich funktioniere — aber ich komme innerlich nicht hinterher.“
Die gute Nachricht: Unser System ist plastisch. Es braucht Gegenpole, um mit Tempo umgehen zu können. Was meine ich damit?
- bewusste Reizpausen
- Bewegung → Stressabbau
- soziale Sicherheit
- Naturkontakt
- Atem- und Entspannungsübungen
- klare Grenzen
Nicht als Luxus — sondern als biologische Notwendigkeit.
Doch wie hängt alles miteinander zusammen?
👉 Die moderne Welt erzeugt mehr mentale Daueraktivierung
👉 Psyche und Körper reagieren gemeinsam
👉 Ohne Regeneration entsteht Überlastung
👉 Mit bewussten Ausgleichsmechanismen entsteht Anpassung
Oder einfacher gesagt:
Unser Nervensystem braucht Pausen, um mit Veränderung Schritt zu halten.
Daher verbinde ich Business mit Natur und Körperarbeit.
Unsere Arbeitswelt ist schnell. Oft sogar schneller, als es uns guttut. Termine, Entscheidungen, Verantwortung – vieles spielt sich im Kopf ab. Wir planen, analysieren und funktionieren. Und irgendwann merken viele Menschen: Der Körper kommt nicht mehr hinterher.
Ich begegne in meiner Arbeit immer wieder Menschen, die hoch engagiert sind – und gleichzeitig erschöpft. Nicht, weil sie ihren Job nicht mögen, sondern weil sie den Kontakt zu sich selbst verloren haben. Körpersignale werden übergangen, Pausen verschoben, innere Spannungen ignoriert. Das funktioniert eine Zeit lang. Aber unser System ist nicht dafür gemacht, dauerhaft gegen sich selbst zu arbeiten.
Genau hier setzt die Verbindung von Business, Natur und Körperarbeit an.
Körperarbeit ist für mich nicht „ungewöhnlich“, sondern eine Rückkehr zur eigenen Wahrnehmung. Wenn wir lernen, wieder zu spüren, was in uns passiert, entsteht Klarheit. Wir erkennen Stress früher, verstehen unsere Grenzen besser und entwickeln eine neue Form von Präsenz. Und diese Präsenz verändert, wie wir arbeiten, führen und entscheiden.
Die Natur spielt dabei eine besondere Rolle. Draußen fällt es vielen Menschen leichter, aus dem Kopf herauszukommen. Das innere Tempo verlangsamt sich, Gedanken sortieren sich, der Körper kann regulieren. In diesem Raum entstehen oft Einsichten und Lösungen, die im Büro nicht greifbar waren. Die Natur erinnert uns daran, dass Entwicklung nicht nur durch Druck entsteht – sondern durch Rhythmus, Balance und Bewegung.
Wenn Business mit Natur- und Körperarbeit verbunden wird, entsteht ein ganzheitlicher Raum. Leistung kommt dann nicht aus Anspannung, sondern aus innerer Stabilität. Menschen arbeiten klarer, bewusster und nachhaltiger – ohne sich dabei selbst zu verlieren.
Für mich ist das kein Gegenmodell zur Arbeitswelt, sondern eine Erweiterung. Denn echtes Wachstum entsteht dort, wo Kopf, Körper und innere Wahrnehmung zusammenarbeiten. Und genau darin liegt eine Qualität, die heute wichtiger ist, denn je.
Vielleicht merkst du beim Lesen, dass es Zeit ist, etwas zu verändern – raus aus dem reinen Funktionieren und hin zu einem Arbeiten, das dich stärkt, statt erschöpft.
Vielleicht spürst du beim Lesen dieses leise Ziehen in dir – die Sehnsucht nach einem Arbeiten, das sich wieder lebendig anfühlt. Nach einem Tempo, das dich trägt. Nach Entscheidungen, die nicht nur richtig erscheinen, sondern sich auch stimmig anfühlen.
Genau dort beginnt Veränderung.
Wenn du dich wieder mit deinem Körper, deiner Wahrnehmung und deiner inneren Klarheit verbindest, entsteht eine neue Qualität von Arbeiten und Leben. Nicht aus Druck, sondern aus Kraft. Nicht aus reiner Funktion, sondern aus echter Präsenz.
Ich lade dich ein, diesen Weg nicht nur zu denken, sondern zu erleben. Gemeinsam schaffen wir einen Raum, in dem du dich neu ausrichten, stärken und entfalten kannst – damit dein beruflicher Weg im Einklang mit dir selbst wächst.
Wenn dich das anspricht, dann vertraue diesem Impuls. Oft ist er der erste Schritt in eine Veränderung, die mehr möglich macht, als du gerade vielleicht ahnst. Ich freue mich darauf, dich dabei zu begleiten.