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Weshalb werden deine Beziehungen beeinflusst?

In die Beziehungen bringen wir alle etwas ein, das älter ist als jede Liebe, die wir danach erfahren.

Nicht als Schwäche oder Diagnose, sondern als stilles Erbe unserer Ursprungsfamilie.

Dort bilden sich Muster, die uns erst dann auffallen, wenn wir in Beziehungen Verhalten zeigen, das für uns nicht nachvollziehbar ist.

Es sind nicht die Ereignisse, die sich zwischen zwei Personen abspielen, an denen Beziehungen scheitern.

Oft scheitern sie an dem, was unsichtbar zwischen zwei Personen steht:

  • alte Rollen
  • alte Reflexe,
  • alte Loyalitäten,
  • die wir nie bewusst gewählt haben.

Sie sind im Hintergrund aktiv, bis wir anfangen, genauer hinzusehen.

Im systemischen Ansatz werden diese Muster als unsichtbare Aufträge bezeichnet.

  • Sie werden nicht ausgesprochen.
  • Sie werden nicht diskutiert.

Doch sie gestalten Identitäten, als wären sie eine Vorschrift.

Unsichtbare Aufträge entstehen nicht aus dem Grund, dass Eltern „falsch“ handeln.

Sie entstehen, weil jedes Familiensystem Stabilität benötigt und Kinder die sensiblen Regulatoren dieses Systems sind.

  • Ein Kind führt keine Analysen durch.
  • Ein Kind fühlt.
  • Fühlt sich überfordert.
  • Fühlt das Schweigen.
  • Fühlt, dass jemand fehlt.
  • Fühlt, dass jemand zu viel ist.
  • Fühlt eine Spannung, die unbenannt bleibt.
  • Fühlt eine Schieflage, die niemand verbessert.

Und sie zeigt eine Reaktion,

nicht logisch,

sondern mit einer Art von innerem Kompass.

Drei Prozesse laufen dabei gleichzeitig ab:

Das Kind scannt:

„Was ist notwendig, damit dieses System stabil bleibt?“

Als Reaktion des Körpers, nicht als Gedanke.

Das Kind nimmt eine Rolle ein:

  • Wenn ich still bin, entspannt sich Mama.
  • Wenn ich fehlerlos bin, ist Papa nicht verärgert.
  • Wenn ich stark bin, bleibt alles zusammen.

Bei Unsicherheit gibt es keinen Ärger.

Wenn ich es in die Hand nehme, bin ich auf der sicheren Seite.

Diese Rolle stellt keinen Charakterzug dar.

Es ist eine Logik des Überlebens.

Das System erkennt die Rolle an:

Nicht verbal, sondern mit Erleichterung.

Die Stimmung wird besser.

Ein erwachsener Mensch atmet auf.

Die Spannung lässt nach.

Das Kind lernt:

  • So sichere ich die Beziehung.
  • So bewahre ich die Familie.
  • So bringe ich mich in Sicherheit.
  • So entsteht der unsichtbare Auftrag.

Ein Auftrag, der damals für Ordnung sorgte, heute aber authentische Beziehungen verhindert.

Denn die Rolle, die du als Kind

übernommen hast, war nie für Intimität

gedacht, sondern für Stabilität.

Und genau deshalb passiert in

späteren Beziehungen Folgendes:

Stärke schützt, aber lässt keine Nähe zu.

Harmonie hält Frieden, aber tötet Wahrheit.

Perfektion reduziert Spannung,

aber auch Lebendigkeit.

Unsichtbarkeit vermeidet Konflikt, aber

Verhindert Bindung.

Kümmern schafft Ordnung,

aber löscht dich selbst.

Der Auftrag ist starr.

Deine Beziehung braucht aber

Beweglichkeit.

Das ist der Kern der Tragik:

  • Du reagierst heute in deiner Beziehung mit Strategien,

die für deine Herkunftsfamilie gedacht war.

Du handelst im Hier und Jetzt,

aber dein Nervensystem hängt noch in einer anderen Zeit.

Und dann fragst du dich womöglich:

  • Warum lande ich immer in denselben

Beziehungsmustern?

  • Warum ziehe ich genau diese Menschen an?
  • Warum verliere ich mich?
  • Warum werde ich hart?
  • Warum bleibe ich zu lange?

Die systemische Antwort ist

Schmerzhaft und klar:

  • Weil deine Treue dem Alten gegenüber größer ist als der dir selbst.

Solange der Auftrag unbewusst bleibt, kämpfst du in deiner Beziehung gegen Symptome und bleibst den Ursachen unbewusst verpflichtet.

Du verhandelst über Grenzen, obwohl die Sache nicht um Grenzen geht.

Du diskutierst Verhaltensweisen, während es nicht um diese geht.

Obwohl du tatsächlich etwas stabilisierst, das nicht in der Gegenwart entstanden ist, versuchst du, die Beziehung zu reparieren.

Der Wendepunkt beginnt nicht, wenn man einen neuen Partner hat.

Er fängt mit einer frischen Frage an:

  • Welche Rolle kommt mir hier zu, obwohl sie nicht mir zusteht.

Die Erkenntnis des Auftrags ist der Zeitpunkt, an dem dir zum ersten Mal freies Handeln möglich ist.

Nicht gegen die Familie, aus der du kommst, sondern für dich.

Es ist mir erlaubt, Aufträge zurückzugeben (systemische Aufstellungsarbeit/Rückgaben).

Indem wir das Vergangene wertschätzen.

Und mit Klarheit über die aktuellen Gegebenheiten.

Und mit der Einstellung:

  • „Meiner Vergangenheit schulde ich keine Wiederholung.“
  • „Selbst schulde ich mir ein Leben, das meines ist.“

Vielleicht ist dies der Augenblick, an dem dir Folgendes klar wird:

Auch wenn deine Familie dich geformt hat:

  • „Du bist alleinige/r Entscheider/in darüber, was du fortführen möchtest.“

Deshalb: „Feier dein Leben bunt und herzehrlich“

Kunden lesen mein Buch

Wenn ich ein Buch in den Händen habe, verschlinge ich es regelrecht in kürzester Zeit, überfliege es oft. Bei diesem war es anders. Ich hab verhältnismäßig lange gebraucht, um es zu Ende zu lesen. Einfach deshalb, weil ich viele Sätze 2 bis 3 mal durchgelesen habe, um es auf mich wirken zu lassen.
Daniela schafft es durch ihre ehrliche und authentische Schreibweise, das Erzählen ihrer eigenen Geschichte (ohne dabei die Schattenseiten auszulassen) sehr schnell eine Verbindung zum Leser aufzubauen.
Mittlerweile war ich 2 mal mit Daniela auf der Altmühl und bin jedes mal mit neuem Input und sehr gelöst heimgefahren.
Sie ermutigt jeden, mehr Achtsamkeit und „Herzehrlichkeit“ in das eigene Leben zu lassen.
Ich werde sicherlich noch öfter die einzelnen Kapitel des Buches lesen.

Sarrazin Coaching
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